Bänz Friedli

«Ke Witz! Bänz Friedli gewinnt Zeit»

«Friedlis Texte sind Zeitdiagnosen, spielerisch leicht beschreibt er, wie wir trotz zeitsparenden Online-Hilmsmitteln laufend Zeit verlieren», stellte die «Neue Zürcher Zeitung» fest. «Was so spielerisch und locker dahergeplaudert erscheint, ist klug durchdacht, hochaktuell, politisch und philosophisch», schrieb der «kulturtipp», «wir lachen und merken erst spät, leider ist es kein Witz. Beste Unterhaltung.» Manfred Papst notierte in der «NZZ am Sonnntag»: «Requisiten braucht er so gut wie keine. Aber mit seiner Präsenz füllt er den Raum.

Seine Alltagsbeobachtungen verweben sich zu einem Ganzen, weil hinter ihnen eine konsequente Haltung steckt. Nennen wir sie ruhig einen kritischen Humanismus.» Und der «Bund» befand: «Seine besten Eigenschaften sind die exakte Beobachtung kleiner Details und das Musikgeör für Tonfälle. Er assoziiert so vor sich hin, ganz unempört scheints. Er hat etwas Leichtes, Erfrischendes und nur beiläufig meuchlings Erschlagendes.» Und die Kritikerin der «Berner Zeitung» empfand das neue Programm als «ebenso charmant, witzig und lustvoll wie nachdenklich, philosophisch und provokant».

In hunderten Lesungen hat Friedli seine Bühnenpräsenz geschärft, ehe er 2013 am Festival «Blickfelder» als Comedian debütierte: mit dem Programm «Gömmer Starbucks?», das er in der Folge im ganzen Land rund 200 Mal vor vollen Rängen darbot. Die NZZ kürte ihn zur «Entdeckung des Arosa Humor Festivals 2013», und im Mai 2015 durfte Friedli den bedeutendsten Kabarettpreis im deutschsprachigen Raum entgegennehmen, den «Salzburger Stier». Als «kritisch heimatverbunden, sympathisch philosophisch und verlässlich witzig» würdigte ihn die Jury.

«Friedlis Kunst: ein Ineinanderfliessen von Beobachten und Parodieren. Er ist der Herr der Slangs im Land. Meister der Dialekte von Basel bis Bodenmann. Man muss ihn sehen und hören: Mimik, Gesten, Timing», beschrieb Thomas Widmer im «Tages-Anzeiger». «Schön, wieder einmal jemanden zu sehen, der nichts braucht als sich selbst, um eine Bühne und einen Abend zu füllen, keine Verkleidung, keine Requisiten, keine Ton- und Bildeinspielungen, sondern der nur auf die Sprache und ein Minimum von Gestik vertraut, um unserer Zeit nachzuspüren», urteilte der Doyen Franz Hohler. Und Altmeister Peter Bichsel bemerkte: «Ich staune immer wieder, wie selbstverständlich Bänz Friedli das tut: Er stellt sich hin und erzählt. Sein Erzählen ist geradlinig und ohne Schnörkel, seine Pointen sind nicht konstruiert, nicht er selbst macht sie, sondern seine Erzählung, seine Pointen sind nicht einfach witzig, sondern folgerichtig und deshalb nicht eitel.»

Als Beobachter des Alltäglichen kennt man Friedli. Seine wöchentliche Kolumne im «Migros-Magazin» ist seit 2005 die meistgelesene des Landes, er bestreitet regelmässig die Samstagssatire «Zytlupe» auf Radio SRF1, ist der einstige Pendler aus «20 Minuten» und der schreibende Mitreisende aus der «BLS- Gazette». Er schenkt den unscheinbaren Begebenheiten Bedeutung, feiert den Alltag als grosses Abenteuer.

Als Entertainer weiss Friedli auf Orte und Gegebenheiten einzugehen, jeder Abend ist ein Unikat. Eine Achterbahnfahrt, bald nachdenklich, bald zum Brüllen komisch, voller Überraschungen und mit der einzigen Konstante, dass YB ja doch nie Meister wird.

Bänz Friedli, geboren 1965 in Bern, lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich. Er ist Kolumnist des «Migros-Magazins», «Zytlupe»-Autor für Radio SRF1, er schreibt für die «NZZ am Sonntag» über Popkultur und tourt mit kabarettistischen Bühnenprogrammen. Früher war er als Journalist für «Facts», «Rolling Stone», «Das Magazin», «La Repubblica» und viele andere tätig.

Künstlerwebseite: www.baenzfriedli.ch

Eintritt: 25.-, Gönner 20.-, Jugendliche 18.-

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